Feuerspeiender Drache für Microcontroller

Was erweckt einen AVR-Microcontroller von Atmel zum Leben? Ein Programm, geschrieben in Assembler oder C. Es läßt sich mittels ARV Studio 5 editieren, debuggen, compilieren, linken, flashen, so daß dem Controller der maschinenlesbare, um nicht zu sagen: unleserliche Code in binären Sequenzen von Nullen und Einsen eingehaucht wird. Indem der elektrisierende Atem des Drachen über den Speicher des Controllers hinwegstreicht, der in Kontakt mit dem Dragon-Board kommt.

Atmels Drachen auf dem Dragon-Board drängt sich nicht jedem auf, doch wer das unscheinbare Ungeheuer kennt, weiß es zu schätzen und will es nicht missen. Faucht der Drache, lernt der AVR was der Code verlangt: sich in rasanten Schleifen und mit riskanten Sprüngen zu bewegen, oder stillzuhalten, bevor er wieder aufgescheucht wird. Als Alf und Vegan das Risc-Konzept umsetzten, woher übrigens das Akronym AVR stammt (die norwegische Saga schweigt sich allerdings aus, und ein aufgezeichnetes Interview ist an der entscheidenden Stelle zufälligerweise gestört), vergaßen sie nicht, gewisse Sicherungen einzubauen. Wer sich unbedarft daran zu schaffen macht, sollte auf schlimme Folgen gefaßt sein. Doch wenn es darauf ankommt, solche Fuses zu manipulieren oder zu reparieren, läßt einen der Drache auch dabei nicht im Stich. Nebenbei trägt das Dragon-Board, wenn gewünscht, noch einen AVR mit sich herum. Sitzt der in einem eigens aufgelöteten Sockel, ist er auswechselbar. Die prototype area des Boards bietet Platz für den Schleudersitz. Entweder mit 28 oder mit 40 Pins, dual in-line. Programmiert wird jener Controller mittels des Boards, ohne bei der Programmierung anderer Controller zu stören. Allenfalls sind Kabel umzustecken, falls dieselbe Programmierschnittstelle gebraucht wird. Davon gibt es drei: JTAG, ISP sowie HV_PROG (für HVSP oder PP). Ein VCC-Anschluß ist ebenfalls vorhanden, der 5V mit maximal 300mA für externe Elektronik zur Verfügung stellt.

Im AVR Studio 5 wird dafür gesorgt, daß die Firmware des Dragon-Boards auf dem Laufenden bleibt. Ist das USB-Kabel eingesteckt und der Drache zur Stelle, werden widerspenstige Bits und Bytes in Angriff genommen, ohne ihnen die geringste Chance zu lassen. Schon in der schönen Schachtel, verziert mit einem goldenen Drachen-Emblem, schimmert die schwarze Platine undurchsichtig, als gebe es etwas zu verbergen. The dark side of the Force?

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